Javascript[¹] erlaubt interaktive Anwendungen im Netz.
Vor JavaScript war die Interaktion beschränkt auf das Verfolgen von Verknüpfungen
und das Ausfüllen und Abschicken
von Formularen.
In jedem Fall musste auf eine Antwort des Webservers gewartet werden.
JavaScript erlaubt einer abgerufenen Webseite, direkt auf Benutzereingaben zu reagieren:
das Aussehen zu ändern, Berechnungen auszuführen, oder auch weitere Informationen
abzurufen und einzublenden, ohne die ganze Seite neu abzuholen
.
Diese Komponenten sind mit dem dem Firefox (Versionen XX und XX) und dem Internet-Explorerer (Versionen XXX und XXX) getestet.
Ich habe um 1997 zur Einarbeitung in Javascript
einige Spiele erstellt.
Diese historischen Versionen benutzten Frames
und den document.write-Befehl.
Mit den Möglichkeiten von JavaScript kam natürlich auch der Missbrauch. Deshalb haben manche Netznutzer JavaScript deaktiviert.
Wie geht man mit solchen Besuchern um? Mögliche Lösungen sortiert nach Aufwand:
Wer nicht mit den Default-Einstellungen des Browsers unterwegs ist, hat nachgedacht, sich informiert und eine Entscheidung getroffen.
Möglicherweise ist ein Selbstdenker
sogar ein wertvollerer Besucher
als ein Alles-mit-den-Defaulteinstellungen-Nutzer
?
Manch ein Webdesigner
baut eine Seitennavigation,
die nur mit JavaScript funktioniert,
und sperrt solche Besucher aus.
Das ist ebenso dumm wie unnötig: denn die meisten Navigationsfunktionen lassen sich heute ebensogut mit Cascading Style-Sheets realsieren.
Meine Seiten sind auch ohne Javascript zu navigieren.
Oft kann man mit sehr wenig Aufwand das HTML und die Styles so bauen, dass auch bei abgeschaltetem JavaScript der Zweck erreicht wird.
Als Beispiel mögen die Karteikarten mit Reitern dienen; ohne JavaScript kann man natürlich keine Karteikartenreiter anklicken. Deshalb sind Script und Stylesheet so gebaut, dass ohne JavaScript einfach alle Karteikarten dargestellt werden.
Auf ähnliche Weise kann man Formulare mit Ausfüllhilfen oder automatischer Überprüfung bauen: wenn JavaScript ausgeschaltet ist, fehlt die Ausfüllhilfe und wird das Formular ohne Überprüfung abgeschickt - der Server übernimmt die Überprüfung.
Der Aufwand für eine kombinierte
, auch ohne JavaScript funktionierende Realisierung
steigt mit der Komplexität der Anwendung und wird irgendwann unwirtschaftlich.
Wenn eine kombinierte Lösung zu aufwendig ist, lässt sich vielleicht mit weniger Aufwand eine JavaScript-freie Alternative bauen.
So habe ich als Ergänzung zu den nur mit aktiviertem Javascript funktionierenden Karten bei Openstreetmap.org eine Karte ohne JavaScript gebaut.
Dann kann man den Besucher freundlich daruf hinweisen.
¹) Javascript - The Definitive Guide von David Flanagan, O'Reilly, 2006