Weiße Männer: Sind sie eigentlich Götter?

Geschrieben von am , übersetzt von am .

Tell you what. I’m gonna get me about sixteen Dobermans with no judgment. Then, next time I see one of those chunky talk-show ladies with short hair blowing about what brigands white males are, and how we ought to dethrone them, I’m gonna get the Dobermans to eat her. Then I’ll get their stomachs pumped, because I like dogs, and send them on a vacation to the Bahamas.

Ich sag euch was. Ich werde mir so sechzehn Dobermänner ohne Urteilsvermögen holen. Und wenn ich das nächste Mal eine dieser voluminösen Talk-Show-Tanten mit kurzen Haaren sehe, die herumtröten, was für Banditen weiße Männer seien und wie wir sie vom Thron stoßen müssten, werde ich die Dobermänner sie auffressen lassen. Danach lasse ich deren Mägen auspumpen, ich mag ja Hunde, und schicke sie zur Erholung auf die Bahamas.

The other day I heard one of’em blathering about white males. (A chunky lady, not a Doberman.) She was all in an uproar about it. She had the nuanced lyricism I associate with truss ads and said we needed to deconstruct the paradigm of white patriarchal masculinity with its linear-logical gender-hierarchical phallocentric oppressive something-or-other. She wanted to get rid of white males.

Neulich hörte ich ein Exemplar von ihnen über weiße Männer schwätzen. (Also eine fette Tante, kein Dobermann.) Sie ging in einem Toben darüber auf. Sie zeigte den nuancierten Gefühlsüberschwang, den ich mit Plakatwänden assoziiere, und sagte, dass wir das Paradigma der weißen patriarchalischen Männlichkeit dekonstruieren müssen mit seinem linear-logischen genderhierarchischen phallozentrischen unterdrückenden was-auch-immer. Sie wollte weiße Männer loswerden.

I figured she needed to learn English first, but never mind.

Ich dachte, sie sollte erst mal Englisch lernen, aber egal.

Now, mostly I’m a well-mannered fellow, because my momma taught me to be. Sometimes I come up short. This was one of them.

Nun, meistens bin ich ein gutmütiger Kerl, weil meine Mama mich das gelehrt hat. Aber manchmal schaffe ich das nicht. Das war so ein Mal.

I found myself wanting to say, “Now, listen here, Maple Syrup. You get up in the morning, maybe with the help of a forklift, and get food out of the refrigerator, which white men invented and you don’t understand. (What’s the compressor for? Did you know a refrigerator had a compressor?) Then you sit down to write your thoughts on a defenseless computer, which white men invented and you don’t understand. (What’s branch prediction on a floating-point pipeline? Name the three parts of a transistor?)

Ich erwischte mich dabei, sagen zu wollen: Hör mal her, Ahornsirup. Du stehst morgens auf, vielleicht mit Hilfe eines Gabelstaplers, und holst Essen aus dem Kühlschrank, den weiße Männer erfunden haben und den Du nicht verstehst. (Wozu dient der Kompressor? Wusstest Du, dass ein Kühlschrank einen Kompressor hat?) Dann setzt Du dich hin, um deine Gedanken auf einem wehrlosen Computer zu schreiben, den weiße Männer erfunden haben und den Du nicht verstehst. (Was ist die Sprungvorhersage in einer Gleitkommapipeline? Nenne drei Teile eines Transistors?)

“Next you to go to the studio in your car, which white men invented and you don’t understand. (What are dual overhead cams? The difference between pre-ignition and detonation?) Finally you spew your wormwood and gall on television, which white men invented and you don’t understand. (Where is closed-captioning encoded in an NTSC signal? I’ll tell you: In the vertical-blanking interval. Now do you know?)

Als nächstes fährst Du ins Studio, und zwar in einem Auto, das weiße Männer erfunden haben, und das Du nicht verstehst. (Was sind zweifache obenliegende Nockenwellen? Was ist der Unterschied zwischen Frühzündung und Klopfen?) Zuletzt spuckst Du Gift und Galle, und zwar im Fernsehen, das weiße Männer erfunden haben und das Du nicht verstehst. (Wo ist die Untertitelung in einem NTSC-Signal codiert? Ich verrate es Dir: In der vertikalen Austastlücke. Verstehst Du es jetzt?)

“Hooboy, am I impressed, Sweet Potato. Yes ma’am. I sure enough see why we need to get rid of white males. How could anyone doubt it?”

Junge junge, bin ich beeindruckt, Süßkartoffel. Ja gute Frau. Ganz gewiss sehe ich, warum wir weiße Männer loswerden müssen. Wie könnte jemand daran zweifeln?

Actually, I’ve got nothing against spewing gall. Do a little of it myself. I might spew wormwood too, except I’m not sure what it is. But I begin to notice a pattern. The people who grouse most about white males are people who can’t keep up with them, and who owe the most to them. Those who can keep up – Chinese males, Vietnamese males, males from India – don’t do a lot of complaining.

Eigentlich habe ich nichts dagegen, Galle zu spucken. Mache ich selbst ein wenig. Ich könnte auch Wermutstropfen spucken, außer dass ich nicht sicher bin, was das ist. Aber ich fange an, ein Muster zu erkennen: die Leute, die am meisten über weiße Männer schimpfen, sind genau diejenigen, die mit ihnen nicht Schritt halten können und die ihnen am meisten verdanken. Diejenigen, die mithalten können – chinesische Männer, vietnamesische Männer, Männer aus Indien – beschweren sich nicht andauern.

Don’t misunderstand me. We pale males aren’t perfect. Far from it. We’ve got warts on most of us. We leave things all over the living room. We drink beer and chase women. Sometimes we punch each other out in bars. But we have contributed a few things to civilization. For example:

Versteh mich nicht falsch. Wir blassen Männer sind nicht perfekt. Weit entfernt davon. Die meisten von uns haben Warzen. Wir lassen Dinge überall im Wohnzimmer herumliegen. Wir trinken Bier und jagen Röcken hinterher. Manchmal prügeln wir uns in Bars. Aber wir haben ein paar Dinge zur Zivilisation beigetragen. Zum Beispiel:

Euclidean geometry. Parabolic geometry. Hyperbolic geometry. Projective geometry. Differential geometry. Algebra. Limits, continuity, differentiation, integration. Physical chemistry. Organic chemistry. Biochemistry. Classical mechanics. The indeterminacy principle. The wave equation. The Parthenon. The Anabasis. Air conditioning. Number theory. Romanesque architecture. Gothic architecture. Information theory. Entropy. Enthalpy. Every symphony ever written. Pierre Auguste Renoir. The twelve-tone scale. The mathematics behind it, twelfth root of two and all that. S-p hybrid bonding orbitals. The Bohr-Sommerfeld atom. The purine-pyrimidine structure of the DNA ladder. Single-sideband radio. All other radio. Dentistry. The internal-combustion engine. Turbojets. Turbofans. Doppler beam-sharpening. Penicillin. Airplanes. Surgery. The mammogram. The Pill. The condom. The penis. Polio vaccine. The integrated circuit. The computer. Football. Computational fluid dynamics. Tensors. The Constitution. Euripides, Sophocles, Aristophanes, Aeschylus, Homer, Hesiod. Glass. Rubber. Nylon. Roads. Buildings. Elvis. Acetylcholinesterase inhibitors. (OK, that’s nerve gas, and maybe we didn’t really need it.) Silicone. The automobile. Really weird stuff, like clathrates, Buckyballs, and rotaxanes. The Bible. Bug spray. Diffie-Hellman, public-key cryptography, and RSA. Et cetera.

Euklidische Geometrie, Elliptische Geometrie, Hyperbolische Geometrie, Projektive Geometrie, Differentialgeometrie. Algebra. Grenzwert, Stetigkeit, Differentialrechnung, Integralrechnung. Physikalische Chemie, Organische Chemie, Biochemie. Klassische Mechanik, Unschärferelation, Wellengleichung. Das Parthenon, die Anabasis. Klimaanlagen. Zahlentheorie. Romanische Architektur, Gotische Architektur. Informationstheorie: Entropie, Enthalpie. Jede Symphonie, die je geschrieben wurde. Pierre Auguste Renoir. Zwölfton-Skala, die Mathematik dahinter, zwölfte Wurzel von zwei und das alles. S-p-Hybrid-Bindungsorbitale, Das Bohr-Sommerfeld-Atom. Die Purin-Pyrimidin-Struktur der DNA-Leiter. Einseitenbandmodulation, Funktechnik überhaupt. Zahnmedizin. Verbrennungskraftmaschine, Strahlturbine, Mantelstromtriebwerk. Doppler-Beam-Sharpening. Penicillin. Flugzeuge. Chirurgie. Mammographie. Die Pille, das Kondom. Polio-Impfstoff. Integrierte Schaltungen, Computer. Fußball. Numerische Strömungsmechanik, Tensoren. Verfassungen. Euripides, Sophokles, Aristophanes, Aischylos, Homer, Hesiod. Glas, Gummi, Nylon. Straßen, Häuser. Elvis. Acetylcholinesterase-Inhibitoren (ok, das ist Nervengas, und vielleicht haben wir das nicht wirklich gebraucht). Silizium. Automobil. Wirklich seltsame Sachen, wie Clathrate, Buckyballs und Rotaxane. Die Bibel. Insektenspray. Diffie-Hellman, Public-Key-Kryptographie und RSA. Und so weiter.

You’re welcome.

Bitteschön.

Me, I reckon as how radical-feminist ladies can blow their horns as soon as they have a horn to blow. Don’t reach for your earplugs just yet. Fact is, being myself a competitive white male, more or less rational, and like most white males inclined to try to figure out this screwy universe and maybe make it a bit less unpleasant for all concerned – I believe I could get along without bitchy feminists. It would be a stretch, but I could do it. The sterile, a curmudgeon might say (though I don’t know any of those) have little obvious right to assault the productive, to gripe about what they can’t do and can’t do without. Fish or cut bait, I might almost say.

Ich stelle mir vor, wie radikal-feministische Tanten ins eigene Horn blasen können, sobald sie ein Horn zum Blasen haben [unübersetzbares Wortspiel]. Wir brauchen noch nicht nach Ohrstöpseln zu suchen. Tatsache ist, dass ich selbst ein wetteifernder weißer Mann bin, mehr oder weniger rational, und wie die meisten weißen Männer neige ich dazu, an diesem verrückten Universum herumzurätseln und es vielleicht ein bisschen weniger unbequem für alle Betroffenen zu machen — und ich glaube, ich käme auch ohne gehässige Feministinnen weiter. Es wäre ein langes Elend, aber ich könnte es schaffen. Die Unfruchtbaren, könnte ein Griesgram sagen (obwohl ich keinen kenne), haben eindeutig wenig Recht, die Produktiven anzugreifen, oder über etwas zu schwätzen, das sie nicht können und ohne das sie nicht auskommen. Macht mal Nägel mit Köpfen, könnte ich fast sagen.

Sometimes I think feminism comes down to sheer ill-breeding. When men, as thousands do, (along with any number of women) spend lifetimes in labs at NIH and suchlike, working their guts out trying to find out how oncogenes work and how to get at cancer cells with something they won’t like at all – when they do this for thirty years straight, for reasonable but not cosmic salaries – they aren’t trying to oppress Native Americans or to batter women or commit incest with defenseless autistics. They’re trying to get rid of cancer. The response of anyone with class would be, “Thanks, gang. Keep at it.” And when somebody finally does beat cancer, the odds are phenomenal that it will be a white male. Deal with it, Sweet Potato.

Manchmal denke ich, dass Feminismus einfach nur aus schlechter Erziehung besteht. Wenn Männer, wie tausende es tun (zusammen mit unzähligen Frauen), ihre Lebenszeit in Laboren beim NIH und ähnlichen verbringen und sich die Seele aus dem Leib ackern, um herauszufinden, wie Onkogene arbeiten und wie man Krebszellen mit etwas an den Kragen geht, das sie überhaupt nicht mögen — und dies dreißig Jahre lang ohne Untebrechung, für vernünftige, aber nicht kosmische Gehälter —, dann versuchen sie nicht, die Ureinwohner Amerikas zu unterdrücken oder Frauen zu verprügeln oder Inzest mit schutzlosen Autisten zu begehen. Sie versuchen, uns vom Krebs zu befreien. Die Antwort von jemandem mit Klasse wäre: Danke, ihr Bande. Bleibt dran. Und wenn jemand endlich den Krebs besiegt, sind die Chancen überragend, dass es ein weißer Mann sein wird. Komm damit klar, Du Süßkartoffel.

Now I’ve gotta run. To the guard-dog store, for some Dobermans.

Und jetzt muss ich los. Zum Kampfhund-Züchter, für ein paar Dobermänner.

Ich danke Fred Reed für die freundlichen Erlaubis zur Übersetzung. Der Original-Text ist zwischen den Absätzen versteckt und erscheint bei Shift-Click oder Ctrl-Click auf einen Absatz. Bei groben Übersetzungsfehlern bitte ich um einen kurzen Hinweis.