Fräulein Si. Li. Kohn und der Beziehungsmarkt:
irgendwie merkwürdig, aber vielleicht…

Geschrieben von am , übersetzt von am .

Oh Lord, where is my Haldol? Recently I saw online a documentary on sex robots. The reporteress, a short-haired woman seething with quiet indignation, Viewed With Alarm the very idea. Progress is rapid on these love assistants, she said. They move. Some do, anyway. They talk, but not too much. Before long they will have skin-temperature silicone. Today we have all those deplorable men sitting home, lonely and isolated, choking their chickens and pondering suicide. Soon they will instead be rocking and rolling with Robo-Barbie. This worried her. She said.

Oh Gott, wo ist mein Haldol? Kürzlich sah ich im Netz einen Dokumentarfilm über Sexroboter. Die Reporteuse, eine Frau mit Kurzhaarschnitt, die vor leiser Empörung brodelte, sieht schon die bloße Idee mit Schrecken. Die Entwicklung dieser Liebeshelfer mache große Fortschritte, sagte sie. Sie bewegen sich. Jedenfalls einige. Sie sprechen, aber nicht zu viel. In nicht allzu weiter Ferne werden sie Silikon mit Hauttemperatur haben. Heute haben wir all diese erbärmlichen Männer, die zu Hause sitzen, einsam und isoliert, den Truthahn würgen und über Selbstmord nachdenken. Bald werden sie stattdessen mit Robo-Barbie Spaß haben. Das mache ihr Sorgen. Sagte sie.

If this be true, the why, one wonders, do men want sexbots? Aren’t there already women all over the place at skin temperature? Sez me, it’s because women have lived too long in a monopoly economy and so let down quality. It used to be that men had jobs and money, and women had that, so they married to let each get some of what the other had. The woman had to be agreeable as a selling point. Now women have jobs and don’t need men, or to be pleasant. Some are nice anyway, but it’s no longer a design feature. Of course they often end up old and alone with a cat somewhere on upper Connecticut Avenue, but they don’t figure this out until too late. Anyway, they stopped being agreeable. They learned from feminists that everything wrong in their lives was the fault of men.

Wenn dies wahr wäre, so fragt man sich, wollen Männer wirklich Sexbots haben? Gibt es nicht schon überall Frauen, die Hauttemmperatur haben? Ich sag mal, es liegt daran, dass Frauen zu lange in einer Monopol-Wirtschaft gelebt haben und die Qualität haben sinken lassen. Es war früher so, dass Männer einen Arbeitsplatze und Geld hatten, und Frauen hatten das; also heirateten sie, um sich gegenseitig etwas davon zu geben, was der andere hatte. Die Frau musste als Verkaufsargument liebenswürdig sein. Jetzt haben Frauen Arbeitsplätze und weder brauchen sie Männer, noch müssen sie sympathisch sein. Manche sind von Natur schön, aber es ist kein Konstruktionsmerkmal mehr. Natürlich enden sie oft alt und alleine mit einer Katze irgendwo in einer Dachwohnung, aber das bemerken sie erst, wenn es zu spät ist. Auf jeden Fall sind sie nicht mehr liebenswürdig. Sie lernten von den Feministinnen, dass alles Schlechte in ihrem Leben die Schuld der Männer sei.

It is a real problem: American women are inoculated from birth with angry misandry insisting that men are dolts, loutish, irresponsible, and only want sex. (To which a response might be, “Uh…What else have you got?”)

Das ist ein echtes Problem: amerikanischen Frauen wird von Geburt an eine wütende Männerfeindlich eingeimpft: Männer seien unverantwortliche Deppen und Rüpel, und sie wollten nur Sex. (Worauf man Und … was hast du sonst noch zu bieten? erwidern könnte.)

Of course, in some cases women, real ones, offer a lot. Even in America, women exist with intelligence, a sense of humor, maturity, and a recognition that marriage isn’t a guarantee of uninterrupted bliss. Such women are a delight, both of them. The problem is knowing when you have one. They all talk a good show as long as things go well. When they don’t she gets a lawyer, the kids, child support, and moves to Okinawa with a colonel she met in a meat bar. You never see your kids again.

Natürlich bieten in manchen Fällen Frauen, also echte, sehr viel. Sogar in Amerika gibt es Frauen mit Intelligenz, einem Sinn für Humor, Reife und der Einsicht, dass eine Ehe kein Garant für ununterbrochene Glückseligkeit ist. Diese Frauen sind eine Freude, alle beide. Das Problem ist zu wissen, ob du so eine hast. Sie alle machen eine gute Show, solange die Dinge gut laufen. Wenn nicht, nehmen sie einen Anwalt, die Kinder und das Kindergeld und ziehen nach Okinawa mit einem Oberst, den sie in einem Steakhaus kennengelernt hat. Und Du siehst deine Kinder nie wieder.

No, this didn’t happen to me, but I see a lot of it.

Nein, mir ist das mir nicht passiert, aber ich habe es oft genug gesehen.

Dating an American woman entails both high overhead and high risk. The costs are great in time, money, and emotional discomfort. She will grow on you, or try to. Sooner or later the dread question will arise, “Is this relationship going anywhere, or what?”

Die Beziehung zu einer amerikanischen Frau birgt sowohl hohe Kosten und als auch ein hohes Risiko. Der Aufwand an Zeit, Geld und emotionaler Belastung ist riesig. Sie wird Dir ans Herz wachsen, es zumindest versuchen. Früher oder später wird die entscheidende Frage auftauchen: Führt diese Beziehung irgendwo hin, oder was?

The wise answer is “Or what.” This will arouse that sleeping horror, relationship talk. Spare me, oh God, spare me, I’ll do anything. Then, unless the monastic life appeals to you–at this point it may–you will go out and do it again. It costs work, time, money and anguish. This suggests the wisdom of getting a vasectomy and a sexbot.

Die kluge Antwort lautet: "Oder was." Das wird das dunkel lauernde Grauen aufwecken: Reden über die Beziehung. Erspare mir das, oh Gott, verschone mich, ich werde alles dafür tun. Sodann wirst Du, außer wenn das Mönchsleben dir gefällt — an diesem Punkt könnte es — weggehen und es wieder tun. Es kostet Arbeit, Zeit, Geld und Angst. Dies führt zu Erkenntnis, besser eine Vasektomie machen zu lassen und einen Sexbot zu besorgen.

OK, back to sexbots. The short-haired reporteress wondered why men could be interested in such confections instead of real women, the tone being one of elevated moralism and horror. Beneath the usual factitious objectivity one could hear, “How could...what is wrong with….?” and so on.

Damit zurück zu den Sexbots. Die kurzhaarige Reporteuse fragte sich, warum Männer an solchem Machwerk interessiert sein könnten anstelle von echten Frauen, im Ton eines gehobenen Moralismus und Grauens. Unter der üblichen gekünstelten Sachlichkeit konnte man hören: Wie können sie bloß … was ist verkehrt mit ihnen und so weiter.

In the documentary, the short-haired reporteress talked to an ugly anti-sexbot crusader woman who said testily that using sexbots “objectified women.” (To me it sounded more like womanizing objects, but never mind.) These two dragons continued to the effect that sex was about intimacy and closeness and bonding. I wondered how they knew. But understand: They weren’t worried about competition. Oh no. They wanted to preserve intimacy and bonding. They were worried about those poor miserable men.

In dieser Dokumentation sprach die kurzhaarige Reporteuse mit einer hässlichen Anti-Sexbot-Kreuzritterin, die gereizt sagte, dass Sexbots zu nutzen Frauen objektifiziere. (Für mich sieht es eher danach aus, dass Objekte frauifiziert werden, aber egal.) Diese beiden Drachen kamen zu dem Ergebnis, dass es beim Sex um Intimität und Nähe und Bindung ginge. Ich fragte mich, woher sie dies wussten. Aber beachten Sie: sie sorgten sich nicht wegen einer Konkurrenz. Absolut nicht. Sie wollten Intimität und Bindung bewahren. Sie machten sich Sorgen um die armen unglücklichen Männer.

Uh…yeah.

Äh, ja.

In modern America I see no sign that women are concerned about masculine misery, and indeed that most of them rather like the idea. Be that as it may, the reporteress went to various factories of custom women which had body parts lying about ready for assembly according to checklists from clients. Business, the makers report, is brisk. To judge by the number of rubbery honeys – they really are lovely– in mid-birth, they would seem to be truthful.

Im modernen Amerika sehe ich kein Spur davon, dass Frauen wegen des männlichen Elends besorgt sind; tatsächlich finden die meisten eher Gefallen an dieser Vorstellung. Wie dem auch sei, die Reporteuse hatte verschiedene Hersteller von kundenspezifischen Frauen besucht, wo Körperteile bereit lagen zur Montage nach den Wünschen der Kunden. Das Geschäft, so berichteten die Hersteller, laufe gut. Und nach der Anzahl der gummiartigen Schätzchen — sie sind wirklich hübsch — zu urteilen, die gerade entstehen, entspricht das der Wahrheit.

(Kopf einer Sexpuppe mit blonden Haaren)

You could do worse.

Könnte schlimmer sein.

Consider the charm of a sexbot. She will be not only beautiful, indeed perfect, but perfectly beautiful just as you want her to be. She will have an “Off” button. She will have user-selectable personalities instead of changing wildly and unpredictably as happens with human women. You can choose sweet, furiously lustful, kinky to taste, shameless hussy, Honkytonk Angel, whatever floats your boat. She won’t do relationship talk. She will do quickies and nooners without complaint, never have a splitting headache, and never have three-day huffs that no man can figure out. Fast, easy, back into her closet, and you can get to work again.

Betrachten Sie den Reiz eines Sexbots. Sie wird nicht nur schön sein, ja perfekt, sondern perfekt schön, genau wie Sie es wollen. Sie wird einen Aus-Knopf haben. Sie wird von Nutzer wählbare Persönlichkeiten haben, anstatt sich wüst und unvorhersehbar zu ändern, wie menschliche Frauen dies tun. Du kannst wählen: niedlich, wild und geil, pervers nach Geschmack, schamloses Luder, Honkytonk Angel, was auch immer dein Blut in Wallung bringt. Sie wird nicht über die Beziehung reden wollen. Sie wird klaglos Quickies machen und Schäferstündchen in der Mittagspausen, niemals rasende Kopfschmerzen haben und niemals dreitägige Wutausbrüche, die kein Mann nachvollziehen kann. Schnell, einfach, zurück in den Schrank, und du kannst wieder arbeiten.

Variety appeals. It will be unlimited. There will be streaming services. Realdoll.com offers “Extra Faces.” Feminists sneer at this as mere masturbatory fantasy. To which a guy might respond, “What you mean “mere,” Sugar Britches?” Anyway, America was built on self-reliance.

Vielfalt gefällt. Und sie wird unbegrenzt sein. Es wird Streaming-Dienste geben. Realdoll.com bietet Zusatzgesichter an. Feministen verhöhnen dies als bloße Masturbationsphantasie. Worauf ein Kerl antworten könnte: Was meint ihr mit bloß, Porzellanpüppchen? Überhaupt, Amerika wurde auf Autarkie gegründet.

Of course what the shocked and appalled women are really concerned about is competition. They are dismayed at their coming automation. While women are more sexual that men – the better ones are, anyway, usually Democrats – men are more urgent about it. This gives women great power as they are the only sexual outlet men have, except in Scotland. Now they watch the coming sexbots with the unease of a McDonald’s worker watching the installation of an automated burger-flipper.

Worüber die schockierten und entsetzten Frauen sich wirklich aufregen, ist natürlich die Konkurrenz. Sie sind bestürzt darüber, dass sie wegrationalisiert werden. Während Frauen die sexuelleren Wesen sind, sind Männer die mehr getriebenen. Das gibt Frauen große Macht, denn sie sind die einzigen sexuellen Ventile für Männer, außer in Schottland. Und jetzt sehen sie das Kommen der Sexbots mit dem Unbehagen eines McDonalds-Jobbers, der die Installation eines automatischen Burger-Wenders beobachtet.

And the competition is more than skin-temperature silicone. With goggles offering three-D virtual reality, a young man can do the deed with silken-skinned smokey-eyed temptresses in the opium dens of Shanghai or engage in furtive passion with the mistress of Pablo Escobar in secret palaces of Medellin. History nuts might give Messalina a toss.

Bei der Konkurrenz geht es um mehr als Silikon mit Hauttemperatur. Mit einer 3D-Brille kann ein junger Mann es mit seidenhäutigen Versuchungen mit dunkel geschminkten Augen in einer Opiumhöhle in Shanghai treiben oder sich auf eine heimliche Affäre mit der Geliebten von Pablo Escobar in verborgenen Palästen in Medellin einlassen.

The social consequences will be profound. Marriage will decline sharply. (“What? That again? We always have leftovers.”) Women will have to find something to offer that Sally Cone doesn’t. What?

Die sozialen Konsequenzen werden sehr weit gehen. Es wird weniger Ehen geben. (Was? Das schon wieder? Wir haben immer Reste.) Frauen werden etwas finden müssen, das Fräulein Si. Li. Kohn nicht anbietet. Doch was?

True, in many foreign countries women are feminine, agreeable, realistic, often delightful, and not waiting to get in touch with their inner cobras. They appreciate a decent man who doesn’t hit them, cares about the kids, and provides a good life. They consequently behave in way that makes him willing to come home at night. Further, Asian women don’t talk through their noses and sound like kazoos. But not every man can move to Mongolia.

Zwar sind in vielen fremden Ländern Frauen feminin, umgänglich, realistisch, oft reizvoll, und sie lauern nicht darauf, sich mit ihren inneren Kobras in Verbindung zu setzen. Sie schätzen einen anständigen Mann, der sie nicht schlägt, der sich um die Kinder kümmert und ein gutes Leben bietet. Konsequenterweise verhalten sie sich so, dass er gerne abends nach Hause kommt. Zudem näseln und quäken asiatische Frauen nicht; doch nicht jeder kann in die Mongolei umziehen.

Finally, it might be worth keeping in mind that a rich vein of hypocrisy underlies the prissy female horror at men coupling with electrically-heated plastic. As many studies have shown, women watch porn too, and buy vibrators, objectifying men, or at least part of one. (And men are sexist? I mean, Sally Cone is at least all there, and if her personality comes in a memory module, at least she has one. Or several.)

Abschließend lohnt es sich zu bedenken, dass das kleinliche weibliche Grausen vor Männern, die sich mit elektrisch beheiztem Plastik abgeben, auf reichlich Heuchelei beruht. Wie viele Studien gezeigt haben, sehen auch Frauen Pornos, sie kaufen Vibratoren und sehen einen Mann als Sexobjekt, zumindest einen Teil von ihm. (Und Männer sind Sexisten? Ich meine, Fräulein Si. Li. Kohn ist zumindest gut beieinander; ihre Persönlichkeit mag in einem Speichermodul stecken, aber sie hat wenigstens eine. Oder mehrere.)

Ich danke Fred Reed für die freundlichen Erlaubis zur Übersetzung.
Der Original-Text ist zwischen den Absätzen versteckt und
erscheint bei Shift-Click oder Ctrl-Click auf einen Absatz.
Bei groben Übersetzungsfehlern bitte ich um einen kurzen Hinweis.