Kommentare auf anderen Seiten im Januar 2017

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Achse des Guten

Kommentar zu Aus aktuellem Anlass: Artikel 5 Grundgesetz vom 14. Januar (nicht veröffentlicht):

Durch Absatz 2 ist Artikel 5 löchrig wie ein Schweizer Käse.

Es reicht, unliebsame Inhalte als sozialethisch desorientierend zu deklarieren, schon springt der Jugendschutz an und fordert, dass Jugendlichen der Zugang zu diesen Inhalten erschwert wird, was effektiv das Tilgen dieser Inhalte aus dem Netz bedeutet; denn wer wird schon an Post-Ident oder Vergleichbarem teilnehmen, um Zugriff auf eine Webseite zu bekommen.

Mich würde die fundierte Meinung eines Juristen zu der Frage interessieren, wo und ob überhaupt es eine Grenze gibt für die Verstümmelung von Artikel 5.

Kommentar zu Trump hat ein Problem – und die Verschwörungstheoretiker auch vom 21. Januar 23:45:

Trump wird lernen müssen, dass andere Regierungen die Interessen ihrer Länder vertreten.

Ich nehme an, dass Sie zu den anderen Regierungen auch die deutsche zählen.

In diesem Fall: wäre es möglich, Satire-Artikel zukünftig auch als solche zu kennzeichnen? Danke!

Philosophia Perennis

Kommentar zu Linksgrüne Hetzjagd? – wize.life löscht den Account von Jürgen Fritz vom 14. Januar:

Facebook, Twitter und wie sie alle heißen, stellen nichts her und leben parasitär von der Zeit der Menschen. Egal was sie in ihren Selbstbelobigungen schreiben, sie sind Wirtschaftsunternehmen und haben mit Demokratie nicht wirklich etwas zu tun.

Für Facebook zählt ausschließlich die Zahl der Kunden und die Häufigkeit derer Besuche, weil davon die Menge der Werbung abhängt, die es diesen verabreichen kann, wovon es sich ernährt.

Im Vergleich zu den großen Gruppen krimineller linker und grüner Spinner oder militanter Islamisten sind sie, werter Herr Fritz, so hart das auch klingen mag, für Facebook&Co völlig belanglos.

Dass Facebook&Co so handeln wie sie handeln, ist ohne Frage Mist. Für jeden Geschäftsmann aber absolut nachvollziehbar. Und Sie haben es ihnen mit dem Ankreuzen von Ich akzeptiere die AGBs ausdrücklich erlaubt. Haben Sie den Nutzungsvertrag unterschrieben, ohne ihn zu lesen und im Zweifelsfall prüfen zu lassen, weil die Nutzung des betroffenen Dienstes alternativlos™ ist?

Auf jeden Fall aber wurden mein gesamtes Profil und alle meine Themenweltartikel unwiederbringlich vernichtet.

Wer seine Zeit nutzt, um die Datenbanken kommerzieller Firmen für lau zu füllen, ohne diese Daten regelmäßig bei sich zu sichern (und bei vertrauenswürdigen Dritten, schon wegen der heute bestehenden Gefahr einer Haussuchung und Beschlagnahme aus nichtigem Anlass), handelt grob fahrlässig. Wer bei einer Plattform veröffentlicht, die das Herunterladen nicht erlaubt oder bis zur Unmöglichkeit erschwert, und seine Daten nicht vor dem Hochladen sichert, ebenso.

Es gibt Alternativen zu Facebook. Schauen Sie sich z.B. Diaspora an. Ja, das ist nicht so bequem, und ja, das kostet möglicherweise was, und ja, da ist nur ein Bruchteil der Menschen, die sich bei Facebook herum treiben. Zu letzterem haben aber auch Sie beigetragen, indem Sie es nicht nutzen.

Wer heute noch Monster vom Typ Facebook füttert, handelt verantwortungslos und darf sich nicht wundern, wenn er von einem der Monster verschlungen wird.

Dass Tichy eingeknickt ist, ist nachvollziehbar. Tichy ist keine Bastion der Demokratie, sondern ein Wirtschaftsunternehmen. Die Begründung hätte nicht erscheinen dürfen ist Unfug, denn ein als solcher gekennzeichneter Gastbeitrag musste recht sicher von einem aus der Kernmannschaft freigeschaltet werden, wenn nicht auch hoch geladen.

An dieser Stelle hat Tichy die einmalige Chance vergeben, die Bedrohungen konkret aufzulisten (ich hätte keine Probleme damit, eine anonyme Drohmail zu veröffentlichen: wer dagegen vorgehen will, muss zuerst sein Visier herunter lassen und wird im gleichen Moment ein Fall für den Staatsanwalt), seine Situation konkret darzulegen und damit eine auf harten Fakten beruhende Diskussion zu starten.

Der Rückzieher in der Form, wie er stattgefunden hat, ist ein weiteres Grad beim Kochen des Froschs. Ich gehe davon aus, dass Tichy immer wieder Rückzieher machen wird, schon um die häufigen Einladung von Basisautoren zu Veranstaltungen der GEZ-Medien nicht zu verlieren. Dazu kommt die Abgrenzeritis gegenüber Seiten, die einen Millimeter weiter rechts aufgestellt sind, eigentlich sogar gegenüber allen anderen Seiten (bitte keine Links in den Kommentaren).

Ich halte diese Strategie für falsch, denn wer auf dem Mittelstreifen läuft, wird von beiden Seiten überfahren. (Aber auf mich hört sowieso niemand.™)

Verstehen Sie mich nicht falsch: ich bewundere all die Menschen, die sich gegen den für das Land und die Gesellschaft verhehrenden Mainstream stellen. Und es tut mir in der Seele weh, wenn diese sich zum Affen machen. Aber Mitleid hilft nicht.

P.S.: Ich schreibe nicht wie der Blinde von der Farbe: ich selbst habe wegen einer Webseite über zweitausend Hassmails bekommen und bin fünf mal angezeigt worden (drei Mal bei Polizei/Staatsanwalt, ein Mal bei der FSM und einmal bei der Bezirksregierung Köln).

(Tippfehler korrigiert und Links eingefügt)