Arguliner

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Liebe Leserin, lieber Leser,

wann haben Sie zuletzt versucht, einen Anhänger der Grünen argumentativ vom eigenen Standpunkt zu überzeugen? Ist es Ihnen gelungen, oder war es zu schwierig? Vermutlich werden Sie sagen, dies hing jeweils von der Einzelperson ab. Damit sind wir beim Anliegen dieses Posts.

Mit dem Feindbild Kernkraft und der Absage an jede technologische Entwicklung gelingt es den Strategen der Partei, gegen sogenannte etablierte Politik, die abwägt und moderiert, bis tief in die Gesellschaft hinein Wähler anzusprechen und zu mobilisieren.

Technikfeindliche Vorurteile werden bei jeder Gelegenheit genutzt, um Ängste zu schüren. Selten wurden Forschung und Technik offener abgelehnt und Menschen angestachelt und aufgehetzt. Die vehemente Ablehnung unserer fortschrittlichen Gesellschaft hat bereits ihre Spuren hinterlassen. Politische Umgangsformen erodieren.

Das Ziel der Grünen war von Anfang an, verschiedene politische Milieus zu bedienen, zunächst die Kernkraftgegner, derzeit die Klimaängstlichen. Deshalb sind die Menschen, die den Grünen und ihren Ideen anhängen, auch sehr unterschiedlich. Ebenso unterschiedlich müssen daher die Argumente sein, mit denen man diesen begegnen kann.

Was können wir tun? Was kann politische Erwachsenenbildung leisten? Ein Weg ist, diejenigen Multiplikatoren zu stärken, die auf der lokalen Ebene politisch oder im Verband aktiv sind, die dort an der Meinungsbildung mitwirken und in vielfältigen Zusammenhängen mit Argumenten der Grünen konfrontiert sind.

Mit der vorliegenden Broschüre möchten wir politisch Aktive auf der lokalen Ebene unterstützen, z.B. an Infoständen, auf Veranstaltungen und bei geselligen Aktivitäten, im Gespräch mit Bürgern angemessen und souverän auf Argumente und Haltungen aus dem Umfeld der Grünen zu reagieren, auch wenn sie emotional und mit vielen Übertreibungen vorgetragen werden.

Wie soll man das machen? Nicht durch Ausgrenzung oder Herabwürdigung, sondern durch klare Argumente und eine gute Kommunikationsstrategie. Der Autor hat aus der eigenen Analyse und aus vielfältigen praktischen Erfahrungen heraus sieben verschiedene Kommunikationstypen herausgearbeitet, die sich aus unterschiedlichen Gründen zur Grünen bekennen, deren Positionen teilen und weiterverbreiten. Diese Typen reichen vom Strategen im Hintergrund bis zum ängstlich-passiven Typus. Ersteren wird man nicht überzeugen können, jegliche argumentative Auseinandersetzung ist hier oft vergebens. Letzterer kann jedoch von Ansätzen, die der Darstellung aus der Grünen widersprechen und sich für eine freiheitliche Gesellschaft einsetzen, gewonnen werden, wenn man es richtig anstellt.

Die Broschüre richtet sich an politisch aktive Personen jeglichen Alters auf lokaler Ebene, in Bezirken, in Gemeindevertretungen, Bezirksverordnetenversammlungen, um diese in ihrer Arbeit zu unterstützen. Sie finden eine Aufzählung konkreter Vorschläge, populistischen grünen Argumenten zu begegnen, Argumente auf die Probe zu stellen und die eigene Kommunikationsfähigkeit zu stärken.

Unser Dank gilt dem Autor Ferdinand Schratmannsdörffer, der als Stifter und langjähriger Mitarbeiter von IZVAI uns eng verbunden ist.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Anwendung der Tipps aus der Handreichung und freuen uns auf Ihr Feedback.