Springe zu: Hauptmenue, Stichwörter nach Anfangsbuchstaben.

Irak - Kommt jetzt der Gottesstaat?

Die militärischen Operationen im Irak stehen vor dem Abschluss. Schon bald wollen Amerikaner und Briten ihre Truppen abziehen. Das Terror-Regime Saddam Husseins ist beseitigt und der Krieg fast aus den Schlagzeilen verschwunden. US-Präsident Bush sieht seine Mission erfüllt und wendet sich verstärkt den Problemen im eigenen Land zu, denn im November nächsten Jahres sind Wahlen. Am vergangenen Sonntag traf der von den USA eingesetzte Verwalter Jay Garner in Bagdad ein. Seine Aufgabe ist es, möglichst schnell eine irakische Regierung zu installieren. Dies soll ein erster Schritt in Richtung Stabilisierung des Landes sein. Einfach wird es nicht. Allein der Terror des irakischen Diktators hielt die unterschiedlichen Volksgruppen des Landes zusammen. Bereits unmittelbar nach dem Fall Bagdads waren erste Rufe gegen die "Besatzer" laut geworden, in die Erleichterung über die Befreiung mischte sich schnell auch der Unmut der religiösen Fundamentalisten. Die Schiiten sind mit rund 60 Prozent die größte Volksgruppe. Der Irak ist für sie historisches Kernland. Acht ihrer Imame liegen hier begraben. Eine der wichtigsten Organisationen der Glaubensgemeinschaft sitzt in Teheran. Als schiitische Gläubige am vergangenen Dienstag nach Kerbela pilgerten, mischten sich religiöse mit politischen Forderungen. Über den Einfluss der Gotteskrieger, das Verhalten der USA und der Vereinten Nationen, den amerikanischen Verwalter Jay Garner und über die Frage, ob der Irak auf dem Weg zu einem Gottesstaat nach iranischem Vorbild ist, diskutiert Helmut Markwort mit seinen Gästen.

  1. 27.04.2003 19.10, 3SAT, Markwort. neunzehnZehn
  2. 28.04.2003 03.20, 3SAT, Markwort. neunzehnZehn
HTML · CSS ·