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Der lange Arm der Stasi - Ist jetzt auch der Westen dran?

Seit die so genannten Rosenholz-Daten im Juni öffentlich zugänglich gemacht wurden, hält die Debatte um die Stasi-Spionage im Westen an. Die entscheidende Frage dabei ist, ob nun Beamte und Politiker systematisch auf eine mögliche Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit der DDR überprüft werden sollen. Während die Länder Thüringen und Berlin eine erneute Überprüfung beschlossen haben, wird die bundesweite Kontrolle von Beamten und Politikern kontrovers diskutiert. Hier gehen die Meinungen unabhängig von der Parteizugehörigkeit auseinander. Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) wehrt sich zwar vehement gegen die Veröffentlichung seiner Akten, fordert jedoch einen systematischen Stasi-Check der West-Eliten. Joachim Gauck, ehemaliger Beauftragter für die Stasi-Unterlagen, meint, eine solche Untersuchung widerspreche dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) nannte die generelle Überprüfung "überflüssig". Bereits Anfang der 90er Jahre wurden rund 1.500 Bundesbürger auf eine Stasi-Tätigkeit hin überprüft, 189 wurden verurteilt, 66 Personen inhaftiert. Ist die Aufklärung damit abgeschlossen? Wird bei West-Spionen mit anderem Maß gemessen? Ist die Überprüfung im Westen lediglich eine nette Geste gegenüber dem Osten oder zwingend notwendig für die Glaubwürdigkeit der westdeutschen Eliten? Diese und andere Fragen diskutiert Maybrit Illner mit ihren Gästen.

  1. 18.09.2003 22.15, ZDF, Berlin Mitte
  2. 19.09.2003 03.40, ZDF, Berlin Mitte
  3. 19.09.2003 18.30, Phönix, Berlin Mitte
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