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Leben mit Schmerzen

Schmerzen gehören zum Leben von der Geburt bis zum Tod. Sie warnen uns, wenn die Hand zu lange auf der heißen Herdplatte liegt und melden dem Körper beginnende Krankheiten. Doch die Bereitschaft, Schmerzen zu ertragen hat in den letzen Jahrzehnten rapide abgenommen: Geburten finden per Kaiserschnitt unter Vollnarkose statt, der Griff zur Schmerztablette ist so selbstverständlich wie der zum Hustenbonbon. Schmerzen werden nicht mehr durchlebt, ihre Botschaft oft ignoriert. Begegnungen mit ihnen gehören nicht mehr selbstverständlich zum ureigensten Erfahrungsschatz des Menschen. Was aber ist, wenn der Schmerz sich verselbstständigt und seine Funktion verliert? Immer mehr Menschen leiden unter chronischen Schmerzen ungeklärter Ursache. Für die Betroffenen bedeuten sie oft ein jahrelanges Martyrium. Herkömmliche Schmerzmittel und Behandlungsmethoden bleiben wirkungslos. Kann man lernen, mit permanentem Schmerz zu leben? Wie gehen wir heute mit Schmerzen um? Ist Schmerzerfahrung wichtig? Kann man Leiden lernen? Was muss man akzeptieren, was ?wegdrücken?? Was leistet die Schulmedizin und wo ist sie mit ihrem Latein am Ende?

  1. 07.11.2003 22.00, SWR, Nachtcafé
  2. 08.11.2003 08.45, SWR, Nachtcafé
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