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Der geschenkte Tag - Wie relativ ist die Zeit?

Eigentlich müssten wir ja immer mehr Zeit haben: Autos, Flugzeuge, Bahnen fahren immer schneller, Nachrichten werden per E-mail, SMS oder via Satellit in Bruchteilen von Sekunden um die Welt geschickt und per Mouseclick findet man im Computer Informationen, nach denen Bibliothekare stundenlang recherchieren mussten. Doch die Beschleunigung all dieser temporalen Prozesse hat nicht zu einer größeren Verfügbarkeit von Zeit geführt. Ganz im Gegenteil: Immer mehr Zeit muss aufgewendet werden, um immer weniger Zeit sinnvoll zu gestalten und da nützt es auch wenig, dass uns der Kalender in einem Schaltjahr alle vier Jahre am 29. Februar einen Tag schenkt. Unabhängig von der durch Kalender und Uhren gemessenen physikalischen Zeit haben wir aber auch ein subjektives Zeitgefühl und wissen was das "Jetzt", die "Vergangenheit" und was die "Zukunft" sind. Wir empfinden unsere Zeitlichkeit und auch die zeitliche Begrenztheit unseres Daseins. Biologische Uhren steuern unser Leben. Auch unsere Sinneswahrnehmung und kognitiven Prozesse im Gehirn zeigen charakteristische zeitliche Strukturen. Nach neuesten Erkenntnissen spielt sich unsere unmittelbare Wahrnehmung in einem Zeitfenster von 3 Sekunden ab. Woher wissen wir, was Zeit ist? Welche Zeitvorstellungen gibt und gab es in den verschiedenen Kulturen? Wie messen wir unsere Zeit und warum gibt es alle vier Jahre einen Schalttag? Wie arbeitet unsere innere Uhr? Welche Chronotypen gibt es? Über das Phänomen Zeit diskutiert Volker Panzer mit seinen Gästen am kommenden Sonntag im Anschluss an die Spätausgabe der ?heute?-Nachrichten im nachtstudio.

  1. 01.03.2004 00.15, ZDF, nachtstudio
  2. 04.03.2004 10.15, 3SAT, nachtstudio
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