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Kein Gefühl für Anstand? - Der Fall Welteke

Er war der am besten bezahlte deutsche Beamte, der ehemalige Bundesbankpräsident Ernst Welteke. Am vergangenen Freitag ist er zurückgetreten. Er hatte sich Silvester 2001/2002 mit seiner Familie in ein Berliner First-Class-Hotel einladen lassen, allerdings von einer zu beaufsichtigenden deutschen Großbank. Einladungen zu festlichen Anlässen wie dem Opernball oder zu einem Formel 1-Rennen von einem Automobilkonzern, dem auch eine Bank gehört, reihen sich in die Enthüllungen um Welteke ein. Umstritten auch die 60 Millionen DM-Abfindung von Klaus Esser, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Mannesmann AG. Nach einer millionenteuren Abwehrschlacht gegen den Konkurrenten Vodafone gab Esser auf und nahm einen großzügigen "Dank" für seinen Rücktritt entgegen. Das Unverständnis über diese Art der Bereicherung oder Vorteilsnahme ist groß. Da wird oft der Vergleich mit dem kleinen Beamten angeführt, der ein Disziplinarverfahren über sich ergehen lassen muss, nur weil er ein Parfüm als Dankeschön angenommen hat. Fragen nach Verhältnismäßigkeit, nach Fingerspitzengefühl und nach Wahrnehmung der eigenen Person werden im Rahmen dieser Affären laut. In der Berliner PHOENIX Runde diskutiert Gaby Dietzen mit Moritz Hunzinger (PR-Berater), Hans Leyendecker (Süddeutsche Zeitung) und Dr. Ulrich Thielemann (Wirtschaftsethiker, Universität St. Gallen).

  1. 21.04.2004 21.00, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
  2. 22.04.2004 00.00, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
  3. 22.04.2004 02.30, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
  4. 22.04.2004 05.00, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
  5. 22.04.2004 09.15, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
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