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Lustkiller Alltag

Zunächst geschieht es unbemerkt: Will sie, muss er schnell noch die Steuererklärung machen, will er, muss sie unbedingt den nächsten Kindergeburtstag planen - und ist eigentlich eh zu müde. Spätestens dann, wenn bei der Entscheidung zwischen Reiz- und Bügelwäsche die Bügelwäsche gewinnt, ist die Lust flöten gegangen. Der abendliche Anblick des Geliebten im Schlabberlook und der lockenwicklerbekränzten Liebsten sorgt auch nicht zwingend für Schmetterlinge im Bauch. Man hat sich ja nach wie vor lieb, man will nur nicht mehr so recht. Aus der bisherigen Ekstase ist eine Pflichtübung geworden. Manches Paar lebt seit Jahren ganz zufrieden damit, dass die Begierde zwischen Hausbau, Kindern und Beruf auf der Strecke geblieben ist. Man hat das Thema friedlich beerdigt und macht sich keinen Stress mehr. Andere wollen sich mit dieser sexuellen Eiszeit nicht abfinden und suchen nach einem Weg aus der Misere: Da wird der Therapeut gegen Stressimpotenz bemüht, der Volkshochschul-Tantra-Kurs gegen Einfallslosigkeit und der Besuch im Swinger-Club als nettes Gemeinschaftserlebnis. Braucht Begehren Fremdheit? Gibt es Tricks gegen die Langeweile im Schlafzimmer? Was ist das Geheimnis glücklicher Paare, die auch nach dreißig Jahren ein erfülltes Sexualleben haben? Oder ist es ein Naturgesetz, dass der Alltag die Lust killt? Und - hat ein Leben ohne Sex gar Vorteile?

  1. 18.02.2005 22.00, SWR, Nachtcafé
  2. 19.02.2005 08.45, SWR, Nachtcafé
  3. 16.07.2005 23.15, Hessen 3, Nachtcafé
  4. 29.07.2006 08.40, SWR, Nachtcafé
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