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Lieb und teuer - Was kostet die Gesundheitsreform wirklich?

Die Gesundheitsreform kennt nur wenige Freunde. Wenn das Wort von der "Reform" gleichbedeutend ist mit Leistungskürzungen oder höheren Zuzahlungen, dann ist der Unmut der Normalverdiener in der Regel groß. Auch die aktuellen Versuche, der Kostenexplosion im Gesundheitssystem Herr zu werden, sind umstritten. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hat zuletzt das so genannte Fondsmodell ins Gespräch gebracht. Viele kritisieren dieses Modell jedoch als erheblichen bürokratischen Aufwand. Die Gewerkschaften befürchten, dass mehr Wettbewerb zwischen den einzelnen Krankenkassen eher zum Gesundheits-"Dumping" führe. Stattdessen müsse der Wettbewerb zwischen den teilweise monopolistischen Anbietern von Gesundheitsleistungen verstärkt werden. Zum Teil wird auch wieder die Forderung nach einer stärkeren Heranziehung der Besserverdienenden für die Gesundheitsfinanzierung laut. Die Wirtschaft stellt sich hingegen hinter die Forderung nach mehr Wettbewerb zwischen den einzelnen Krankenkassen. Bis Ende des Jahres soll die Gesundheitsreform in der Großen Koalition abgestimmt sein. Ist das Fondsmodell aber die richtige Lösung? Und wessen Interessen dient es am meisten? Gaby Dietzen diskutiert diese Fragen mit Johannes Vöcking (Stellvertretender Vorsitzender der Barmer Ersatzkasse), Volker Leienbach (Verband der Privaten Krankenversicherung), Reinhard Bütikofer (Bundesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen) und Jens Spahn (CDU).

  1. 15.06.2006 21.00, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
  2. 16.06.2006 00.00, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
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