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Die neue Arbeitsmarktreform - Aderlass statt Arbeitsplatz?

Der Staat hat nichts zu verschenken. Vor allem keine Sozialleistungen. Fakt ist aber: Dank des Niedriglohnsektors entspricht das Arbeitslosengeld II - mit Wohngeld und allen sonstigen Zuschüssen - teilweise dem Nettolohn eines 40-Stunden-Wochen Billigjobbers. Ein Argument für die Einführung eines Mindestlohns? Oder für die Kürzung der Hartz IV-Leistungen? Der Vorschlag der "Fünf Weisen" dazu: Die Leistungen für Arbeitsverweigerer kürzen, und zwar drastisch. Der Regelsatz von 345 Euro soll um 30 Prozent gekürzt werden. Auch bisher war ein Abzug möglich, wenn Hartz IV-Empfänger Stellenangebote ablehnten. Doch nun sollen Arbeitswillige großzügiger unterstützt werden. Das Problem dabei ist, dass immer noch zu wenig Stellen angeboten werden. Da stehen die Regierungsparteien in der Pflicht. Darüber hinaus stehen auch der Mindestlohn, der Kombilohn, aber auch die Minijobs auf dem Prüfstand. Brauchen wir mehr Anreize oder fehlen nicht eigentlich die Angebote? Was kann der Staat von den Arbeitslosen verlangen? Guter Lohn für gute Arbeit oder arbeiten für jeden Preis?

  1. 14.09.2006 21.00, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
  2. 15.09.2006 00.00, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
  3. 15.09.2006 09.15, Phönix, Berliner Phoenix-Runde
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