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Jenseits von Afrika - Jenseits der Realität?

Bonn (ots) - "Afrika heilt die Seele." So schwärmen viele Reisende, nachdem sie ein Land des schwarzen Kontinents besucht haben. Aber wer heilt Afrikas Seele? Sie ist gebeutelt von Bürgerkriegen, Diktatoren, Korruption, Aids, Hunger und Armut. Die Wunden sind zahlreich und die Versprechen des G8 Gipfels in Gleneagles 2005 zum Teil immer noch nicht eingelöst. Auch in Heiligendamm ist Afrika Thema. Bereits kurz vor Beginn des Gipfels hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Erhöhung der deutschen Entwicklungshilfe für das kommende Jahr um 750 Millionen Euro angekündigt. Dazu mahnte sie an, dass dies nicht alles sei. Es könne jede Menge Geld nach Afrika gepumpt werden und es würde das komplett Falsche damit angefangen. Der in Frankfurt ansässige äthiopisch-deutsche Unternehmensberater Asfa-Wossen Asserate sagt: "Afrikas Probleme sind politischer Natur. Mit Geld können nur die Symptome bekämpft werden." Der ugandische Journalist, Andrew Mwenda, geht noch weiter. Er fordert das Ende der Entwicklungshilfe. Sie verhindere dringend nötige Reformen. Nutznießer seien lediglich afrikanische Regime, ausländische Helfer und internationale Organisationen. Auch der Schuldenerlass setze falsche Impulse, es belohne schlechtes ökonomisches Verhalten und bewirke eine "Kultur der Verantwortungslosigkeit". Blockiert Entwicklungshilfe wirklich nötige Reformen? Wird Afrika in Abhängigkeit gehalten oder verharrt der Kontinent selber dort? Was hilft Afrika? Gaby Dietzen diskutiert in der PHOENIX Runde unter anderem mit Jean-Claude Kibala (ehemaliger Kandidat für das kongolesische Parlament), Prof. Rolf Langhammer (Vizepräsident des Institutes für Weltwirtschaft) und Hans-Josef Dreckmann (ehemaliger ARD-Afrika Korrespondent).

  1. 07.06.2007 22.15, Phönix, Phoenix Runde
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