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Teuerung - Wer kann sich das Leben noch leisten?

Die Teuerung ist zum Diskussionsthema Nummer eins im Wahlkampf geworden. Die Parteien werben mit zahlreichen Ideen, wie man der Teuerung entgegensteuern kann. Doch welche Unterstützungen und Lösungen erwarten sich die Menschen von der Politik? Wo spüren sie die Teuerung am meisten? Fühlen sich die Bürger allein gelassen? Wo müssen Österreicher Einsparungen treffen? Welche Spartipps gibt es und wie erfinderisch macht die Not? Kann man den hohen Preisen auch etwas Gutes abgewinnen? In ?Stöckl am Samstag? kommen am Samstag, dem 13. September, um 16.00 Uhr in ORF 2 neben Vertretern der Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Schuldnerberatung und der Armutskonferenz auch Konsumenten und Betroffene zu Wort, die sich das Leben beinahe nicht mehr leisten können: Pensionisten, alleinerziehende Mütter, Großfamilien, Studenten und Arbeitslose. Immer mehr Menschen in Österreich können sich immer weniger leisten, da die wichtigsten Güter des täglichen Lebens immer teurer werden. In einem Jahr sind Milchprodukte um bis zu 28 Prozent, Nudeln und Obst um bis zu 45 Prozent, Gemüse um bis zu 80 Prozent, Heizöl um 30 Prozent und Spritpreise um bis zu 40 Prozent gestiegen. Auch die Preise für Mieten, Strom und Gas blieben von der Teuerungswelle nicht verschont. Laut Caritas leben in Österreich bereits mehr als eine Million Menschen unter der Armutsgrenze. Für diese Personen bedeuten die rasanten Preisentwicklungen existenzielle Probleme. Aber auch aus der Mittelschicht gibt es kaum jemanden, den dieses Thema vollkommen kalt lässt. Mütter, die auf einmal nicht mehr wissen, wie sie zu Schulbeginn für die benötigten Schulsachen aufkommen sollen. Pensionisten, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet haben und einen Nebenjob annehmen müssen, um sich die Miete noch leisten zu können. Großfamilien und Alleinerzieherinnen, die mit ihrem Geld kaum mehr über die Runden kommen. Einschätzungen von Sozialexperten ergeben, dass sich im kommenden Winter eine halbe Million Menschen das nötige Heizöl nicht mehr leisten kann. Bereits jetzt sitzen 300.000 österreichische Haushalte in der Schuldenfalle, darüber hinaus steigt die Zahl an Privatkonkursen stetig an. Sozialmärkte für Menschen mit niedrigem Einkommen haben einen enormen Andrang zu verzeichnen und sind für viele überlebensnotwendig geworden. Beim SOMA oder Vinzi-Markt können Lebensmittel, die bisher weggeworfen wurden, zu einem Maximalpreis von 30 Prozent des Normalwerts eingekauft werden. Aber auch sonst greifen viele Österreicher zu immer kreativeren Maßnahmen, um schnell an das fehlende Geld zu kommen. Not macht erfinderisch ? ?Stöckl am Samstag? hat diese Bereiche aufgespürt: Menschen, die in Pfandhäusern ihr Hab und Gut versetzen, andere, die frühzeitig ihre Lebensversicherung verkaufen oder Blutplasma spenden. Mehr als 34.000 Österreicher haben wegen der Teuerung Bereits einen Nebenjob angenommen!

  1. 13.09.2008 16.00, ORF2, Stöckl am Samstag - Spezial
  2. 14.09.2008 04.55, ORF2, Stöckl am Samstag - Spezial
  3. 16.09.2008 10.15, 3SAT, Stöckl am Samstag - Spezial
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