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Aussortiert und weggesperrt - Behinderte, nein danke?

Kirsten und Gisela Stadhouders Die 27-jährige Kirsten Stadhouders ist seit einer Hirnblutung kurz nach der Geburt geistig und körperlich behindert. Gisela Stadhouders und ihr Mann haben sie als Baby adoptiert, obwohl der Arzt ihnen riet, das Kind zurückzugeben, als die Schwere ihrer Behinderung sichtbar wurde. „Kirsten hat unsere Ehe stabilisiert. Ich bin glücklich, dass sie heute ziemlich selbständig ist, trotz ihrer Behinderungen", sagt Gisela Stadhouders. Gisela Hermes Die Professorin für Sozialpädagogik erkrankte mit neun Monaten an Kinderlähmung und kämpft seit Jahrzehnten für die Rechte Behinderter. „Behindertenheime verletzen die Menschenrechte und sollten geschlossen werden", sagt Gisela Hermes: „Behinderte können nicht bestimmen, wann sie aufstehen, wann sie essen, was sie essen, was sie anziehen möchten, wann sie schlafen möchten - es gibt Heime, da liegen erwachsene 50-jährige Menschen um 20 Uhr im Bett." Guildo Horn Der Schlagersänger („Guildo hat euch lieb") arbeitet seit langem mit Behinderten zusammen, u.a. nach seinem Pädagogikstudium in einem Behindertenzentrum als Musik- und Theatergruppenleiter. „Vielleicht sind diese Menschen ja gar nicht so behindert wie wir meinen. Vielleicht konzentrieren sie sich nur auf das Wesentliche im Leben, das Menschliche nämlich", sagt Guildo Horn. Anke Koch Mit Ihrer Klage gegen das Land Hessen hat sie Aufsehen erregt. Anke Koch ist die Mutter eines 14-jährigen Jungen mit Down-Syndrom. Als erste in Deutschland will sie das Recht ihres behinderten Kindes auf den Besuch einer normalen Schule vor Gericht durchsetzen. Sieben Jahre lang hat ihr Sohn Philipp an einer Grundschule zusammen mit Nichtbehinderten gelernt. Jetzt verweigerte ihm das Schulamt den Wechsel auf eine Gesamtschule mit gemeinsamem Konzept. „Philipp wird in seinem Recht auf Entfaltung diskriminiert", sagt Anke Koch. Alfred Marmann Der Geschäftsführer der „Förder- und Wohnstätten GmbH" verteidigt Behinderten-Heime gegen die Kritik der Aussonderung: „Unsere Gesellschaft ist noch lange nicht so weit, dass sie vor allem geistig Behinderte voll und ganz integrieren könnte." Eine Unterbringung in Heimen und Sonderschulen sei nach wie vor sinnvoll, um den individuellen Problemen der Behinderten gerecht zu werden. „Behinderte Menschen einfach in die Nachbarschaft zu spülen - das überfordert die Behinderten und die Gesellschaft", sagt Alfred Marmann.

  1. 09.06.2009 22.45, ARD, Menschen bei Maischberger
  2. 10.06.2009 09.30, MDR, Menschen bei Maischberger
  3. 10.06.2009 10.00, Phönix, Menschen bei Maischberger
  4. 13.06.2009 23.45, 3SAT, Menschen bei Maischberger
  5. 26.08.2009 09.30, MDR, Menschen bei Maischberger
  6. 16.06.2010 09.30, MDR, Menschen bei Maischberger
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