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Radikalkur für die Krankenversicherung - Ausstieg aus dem Solidarsystem?

Die schwarz-gelbe Koalition plant eine radikale Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Beschlossen ist, dass der Arbeitgeberanteil eingefroren werden soll. Alle künftigen Kostensteigerungen müssen dann die Beitragszahler selbst aufbringen. Somit wird Gesundheit für die Versicherten teurer. Ein weiteres Ziel der neuen Bundesregierung ist die Einführung von "einkommensunabhängigen Arbeitnehmerbeiträgen". Alle gesetzlich Versicherten würden damit an ihre Krankenkasse eine Pauschale zahlen. Wer wenig verdient, soll einen Zuschuss erhalten. Sozialverbände und die Opposition kritisieren die schwarz-gelbe Gesundheitspolitik scharf. Diese bedeute, einen endgültigen Abschied von der bewährten Solidargemeinschaft. Denn höhere Kosten für Gesundheit und Pflege würden auf Beschäftigte, Arbeitslose und Rentner abgewälzt. Die Umstellung auf pauschale Beiträge komme vor allem den Besserverdienenden zu Gute. Bedeuten die schwarz-gelben Reformen den Ausstieg aus dem Solidarsystem? Zahlen Chefarzt und Krankenschwester künftig denselben Kassenbeitrag? Sind Pauschalbeiträge der Ausweg aus der Zwei-Klassen-Medizin, weil jeder privat versichert ist?

  1. 27.10.2009 21.00, RBB, Klipp & Klar
  2. 28.10.2009 09.30, RBB, Klipp & Klar
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