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Verwöhnt, verzogen, sozial daneben? Einzelkinder

Sie wachsen zunehmend mit Alleinerziehenden oder bei gleichgeschlechtlichen Paaren auf. Sie kommen in Patchwork-Familien plötzlich zu Geschwistern. Sie haben beruflich erfolgreiche Eltern, die erst im reiferen Alter ihr einmaliges Elternglück suchen. Sie leben häufig in der jungen Ein-Kind-Familie, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr als ein Kind großzieht. Einzelkinder. Statisch gesehen liegen sie im Trend. Um 1890 lebten in einer deutschen Durchschnittsfamilie fünf Kinder, zu Beginn des Zweiten Weltkrieges waren es nur noch drei Kinder, zwanzig Jahre später nur noch zwei und im Jahre 2008 schließlich nur noch 1,4 Kinder im Durchschnitt. Einzelkindern wird bis heute unterstellt, dass sich das Fehlen von Geschwistern häufig negativ auswirkt. Sie werden zumeist als egoistisch, schlecht angepasst, altklug, verwöhnt, erwachsenenorientiert und einsam angesehen. Ein Klischee? Die positiven Aspekte des 'Keine-Geschwister-Habens' sind durchaus auch wissenschaftlich belegt. Bei Einzelkindern wird in besonderem Maße die Selbständigkeit gefördert. Darüber hinaus haben sie mehr Ruhe und Zeit für sich und können so ihre Talente gut entwickeln oder ihre Schwächen abbauen. Sind Einzelkinder erfolgreicher als Kinder mit vielen Geschwistern? Ist nicht die kinderreiche Familie die beste Schule für ein erfolgreiches Leben? Können Kitas und Schulen nachholen, was das Einzelkind zuhause verpasst hat? Jacqueline Stuhler und Jon Christoph Berndt nähern sich dem Thema mit Gästen aus Groß- und Kleinfamilien.

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