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Bäuerinnen 2009 - Zwischen Tradition und Moderne

Stöckl am Samstag Bäuerinnen 2009 - Zwischen Tradition und Moderne Anlässlich des Wettbewerbs "LEA - Die Bäuerinnen des Jahres 2009", für den das Lebensministerium ländliche, engagierte und außergewöhnliche Landwirtinnen mit Vorbildfunktion gesucht hat, widmet sich "Stöckl am Samstag" am 28. November um 16.00 Uhr in ORF 2 beeindruckenden Frauen, die sich mit Leib und Seele der Landwirtschaft verschrieben haben. Bäuerinnen erzählen von ihrem landwirtschaftlichen Arbeits- und Lebensalltag zwischen Tradition und Moderne, von beruflichen Veränderungen und Herausforderungen, neuen Perspektiven und geben Einblicke in ihre spannenden und teilweise auch ungewöhnlichen Lebensgeschichten. Claudia Lumplecker - die 37-jährige Bäuerin führt gemeinsam mit ihrer Mutter den Betrieb: Als Claudia Lumplecker 17 Jahre alt war, verstarb ihr Vater plötzlich an einer Medikamentenunverträglichkeit. Von einem Tag auf den anderen standen sie und ihre Mutter mit dem landwirtschaftlichen Betrieb allein da. "Die Leute haben uns nicht zugetraut, dass wir es ohne meinen Vater schaffen würden, den Hof zu erhalten und weiterzuführen. Schon bei seinem Begräbnis haben sie darüber geredet, was sie uns abkaufen können", erzählt die mittlerweile 37-Jährige. Doch die engagierte Bäuerin verkaufte nicht, erlernte den Umgang mit Maschinen und stellte sich gemeinsam mit ihrer Mutter Herausforderungen und Aufgaben, die normalerweise von Männern erledigt werden. Seitdem betreibt sie erfolgreich eine Acker- und Viehwirtschaft, bietet "Urlaub am Bauernhof" an und vermietet Wohnungen auf ihrem Hof. Auch sonst pflegt sie einen modernen und für die bäuerliche Lebenswelt eher unkonventionellen Lebensstil, mit dem sie öfters auf Widerstand stößt. In "Stöckl am Samstag" erzählt die Jungbäuerin von den Steinen, die ihr das Leben manchmal in den Weg legt, und wie ihr ihre Einstellung zum Leben hilft, sich nicht unterkriegen zu lassen. Sibylle Sillipp - musste ihren Traumberuf Bäuerin aufgeben: Sibylle Sillipp ist eine der vielen Teilnehmerinnen, die sich beim Wettbewerb "LEA - Die Bäuerinnen des Jahres 2009" des Lebensministeriums beworben haben. Ihr Projekt reichte sie in der Kategorie "Soziales & Gesellschaft" ein und wurde durch die Jury in die Endausscheidung gewählt. Schon von Kindesalter an hegte die Finalistin den Wunsch, Bäuerin zu werden. Diesen Traum erfüllte sie sich im Alter von 21 Jahren, als sie ihren Mann Josef heiratete. Ein Wirbelschaden und eine Krebserkrankung vor einigen Jahren zwangen die Mutter zweier Töchter, sich beruflich neu zu orientieren. "Ich hab' damals überhaupt nicht gewusst, was ich machen soll, wie es weitergehen soll", erinnert sie sich zurück. Doch die engagierte Bäuerin hat ihre neue Berufung als Krankentaxi-Fahrerin für alte und kranke Menschen gefunden. Aufgrund ihrer eigenen Schicksalsschläge fällt es ihr nicht schwer, den Patienten mit Sensibilität zu begegnen und ihnen stets ein offenes Ohr zu leihen. "Die Menschen, die ich fahre, sind oft verunsichert und haben Angst vor dem Krankenhaus. Durch Gespräche und meine lustige, offene Art kann ich sie sehr beruhigen." Auch wenn sie den Beruf als Bäuerin nicht mehr vollständig ausüben kann, ist sie bei Barbara Stöckl dennoch überzeugt: "Einmal Bäuerin, immer Bäuerin!" Barbara Moser - ist noch ohne Strom und fließendes Wasser aufgewachsen: Aufgewachsen ist die Bergbäuerin Barbara Moser auf einem kleinen Bauernhof in der Nähe von Murau in der Steiermark. Auf einem Hof, wo es noch keinen Strom und kein fließendes Wasser gab: "Wasser mussten wir von der Brunnstube, das ist ein überdachtes Loch in der Erde, holen. Dort hat man mit einem Kübel das Wasser herausgeschöpft. Jedes Lackerl Wasser musste ins Haus getragen werden." Mit 16 Jahren heiratete die Bauerstochter auf einen Bergbauernhof, den sie noch heute mit ihrem Mann, mit dem sie sechs Kinder hat, bewirtschaftet. Anfang der 90er Jahre stellten sie ihren Betrieb auf biologische Landwirtschaft um. Trotz der Aufrechterhaltung von Traditionen weiß sie auch, wie wichtig es ist, mit der Zeit zu gehen. Wie sich das Leben als Bäuerin in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat und warum es ihr wichtig ist, Erinnerungen an das Bergbauernleben niederzuschreiben, erzählt Barbara Moser bei Barbara Stöckl. Petra Tappeiner - die Berlinerin heiratete auf einen Südtiroler Bergbauernhof: "Ich hätte im Leben nicht daran gedacht, eines Tages Bäuerin zu sein", so Petra Tappeiner. 25 Jahre ist es her, dass die Berlinerin nach ihrer Matura in das Südtiroler Schnalstal kam, um in der Gastronomie zu arbeiten. Aus dem geplanten Kurzaufenthalt wurde einer auf Dauer, denn sie verliebte sich in einen Bergbauern. Gemeinsam mit ihrem Mann Johann bewirtschaftet sie den 700 Jahre alten Oberniederhof, zieht vier Kinder groß und trotzt den anfänglichen Schwierigkeiten: "Das erste halbe Jahr war sehr schwierig. Ich habe die Sprache nicht verstanden. Es hat sich auch niemand Mühe gegeben Hochdeutsch zu reden. So nach dem Motto 'entweder lernst die Sprache oder du gehst wieder'." Heute hat sich die ehemalige Großstädterin der Sprache und dem rauen Leben der Bergbauern angepasst. Voller Tatendrang realisiert sie neue Ideen, stellt hofeigene Produkte her und bringt mit viel Engagement mit "Schule am Bauernhof" wissbegierigen Kindern biologische Landwirtschaft näher. Was sie am Leben als Bäuerin schätzt und ob sie sich je wieder vorstellen könnte, in einer Großstadt wie Berlin zu leben, erzählt sie in "Stöckl am Samstag".

  1. 28.11.2009 16.00, ORF2, Stöckl am Samstag
  2. 29.11.2009 05.05, ORF2, Stöckl am Samstag
  3. 01.12.2009 10.15, 3SAT, Stöckl am Samstag
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