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Krise regiert, Politik dilettiert - und die Zeche zahlen wir!

Hans-Olaf Henkel Der frühere BDI-Chef fürchtet, dass uns das Schlimmste noch bevorsteht. Die Weltwirtschaft sei aus den Fugen geraten. Von der Politik ist Hans-Olaf Henkel enttäuscht: "Ihr Aktionismus hat die Krise nicht in den Griff bekommen. Der Neosozialismus hat hierzulande schleichend Einzug gehalten", sagt der Bestsellerautor ("Die Abwracker. Wie Zocker und Politiker unsere Zukunft verspielen"). Norbert Blüm Der langjährige Arbeits- und Sozialminister plädiert für eine starke Regulierung der Börsen. Die Finanzwirtschaft "ist ein Wettbüro", klagt er an. "Wir müssen diesen Spielern das Handwerk legen." Norbert Blüm ist erleichtert, dass die schwarz-gelbe Koalition auf die geplanten Steuersenkungen verzichtet. "Ich verstehe sowieso nicht, wo da der Finanzminister das Geld hernehmen soll. Es müssen ja erst einmal Schulden abgebaut werden." Lisa Fitz Die Kabarettistin stellt eine "schleichende Entdemokratisierung der politischen Prozesse" fest: Nicht mehr die Politiker machten die Politik, sondern die Banker dahinter. Die Deutschen hätten davon keine Ahnung. "Die Masse frisst, schaut fern und bleibt in ihren kleinen Alltagssorgen gefangen. Unwissend", glaubt Lisa Fitz. Michel Friedman "Es ist eine Illusion zu glauben, die Politik könne die Wirtschaft beherrschen. Das ist noch nie der Fall gewesen", sagt der TV-Moderator. In einer vernetzten Welt habe nationale Politik keinen Erfolg mehr. Das habe Angela Merkel erkannt. "Die Kanzlerin agiert klug und umsichtig in der Krise. Nimmt man die Alternativen - sowohl in der Union als in den anderen Parteien - ist sie die Beste", glaubt Michel Friedman. Arnulf Baring Der Historiker malt schwarz: "Der Euro-Tornado fegt über uns hinweg und keiner weiß, was zu tun ist." Es sei keine Krise der schwarz-gelben Bundesregierung, sondern der gesamten Republik. "Die Deutschen sind zum ersten Mal mit einer Situation konfrontiert, in der keiner weiß, wie es weitergeht", sagt Arnulf Baring. Jörg Schönenborn Der aktuelle ARD-Deutschland-Trend klingt beunruhigend. "Weit mehr als die Finanzkrise im Herbst 2008 macht die aktuelle Schuldenkrise den Deutschen große persönliche Sorgen", sagt der ARD-Wahlexperte. So fürchtet über die Hälfte der Deutschen, der Lebensstandard werde in den nächsten Jahren sinken. Schon jetzt machten sich 67 Prozent der Befragten Sorgen um die eigenen Ersparnisse. Auch das Vertrauen in die Politik schwindet. Das Krisenmanagement der Bundesregierung werde überwiegend negativ beurteilt, stellt Jörg Schönenborn fest.

  1. 01.06.2010 22.45, ARD, Menschen bei Maischberger
  2. 02.06.2010 09.30, MDR, Menschen bei Maischberger
  3. 05.06.2010 23.00, 3SAT, Menschen bei Maischberger
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