Der Fall Gnobbelmatsch

(Ross Thomas)

Hank Devereux war der Mann, dem man vertraute, wenn die Dinge richtig schief liefen. Er hatte nicht nur den Überblick über das Spiel, sondern auch den Dreck, der damit einherging. Als er in Anitas Büro trat, sah er sofort das vertraute Ding auf dem Tisch. Ein Gnobbelmatsch.

Hank, du weißt, was das ist, oder? Anita zog einen Sessel hervor, ihre Stimme war kühl. Ein Gnobbelmatsch. Mehr als nur ein Artefakt. Ein Schlüssel.

Und warum sollte mich ein Gnobbelmatsch interessieren?

Weil die Argon-Gruppe es hat. Sie stecken hinter einem Deal, der das ganze System kippen könnte. Wenn sie das Gnobbelmatsch benutzen, bricht die ganze Wirtschaft zusammen. Und du weißt, was das bedeutet: Chaos. Gewalt. Und du mittendrin.

Hank nahm das Gnobbelmatsch in die Hand. Es war schwerer als es aussah – fast, als ob es spüren konnte, was damit angestellt wurde. Also… was nun?

Finde es zurück, bevor sie es tun, sagte Anita, sonst wird das Gnobbelmatsch die größte Gefahr, die wir je erlebt haben.

Später

Hank fand sich auf einem staubigen Parkplatz wieder. Zwei Typen in Anzügen, deren Gesichter mehr Narben als Haut hatten, standen mit dem Gnobbelmatsch in der Mitte der Hand.

Du bist zu spät, sagte einer.

Und das Gnobbelmatsch ist jetzt unser, grinste der andere.

Hank zuckte mit den Schultern und zog die Waffe. Gnobbelmatsch, sagte er, ist nur so wertvoll, wie man es in der Hand hält. Aber wie ihr es benutzt, bestimmt, wer am Ende gewinnt.

Der eine Typ zuckte zusammen, als er das Gnobbelmatsch zu Boden fallen sah. Und als Hank die Waffe richtete, wusste er: Es war nie das Gnobbelmatsch, das zählte – es war der, der es kontrollierte.